Die OJA Holzmaden wird sich verändern

von Andreas Mendyk

Am Montag, den 20.09.2020 wurde in der Gemeinderatssitzung über den Punkt: TOP 3: Kinder und Jugendbeteiligung in Holzmaden / Offene Jugendarbeit Holzmaden debattiert.

Zwei Damen vom Kreisjugendreferat des Landratsamtes, Frau Christine Kenntner und Frau Judith Czipf waren eingeladen, zu diesem Punkt die Möglichkeiten und Leistungen seitens des Landkreises darzulegen.

Das haben die zwei auch ausgezeichnet gemacht.

Ihrer Ansicht nach gibt es drei verschiedene Möglichkeiten für den weiteren Betrieb der OJA

  1. Einen Trägerverein zu gründen. Das Kreisjugendreferat würde weiterhin beratend mit dabei sein.
  2. Das Esslinger Modell zu nutzen (kommunale oder/und Offene Kinder- und Jugendarbeit: Hier zahlt der Landkreis 50% der Personalkosten für einen Hauptamtlichen
  3. Förderung für "Jugendhausähnliche Einrichtungen", das sind Jugendhäuser bei denen der Kreisjugendring nicht der Träger ist. Hier liegt die Förderung bei 33% der Personalkosten

Eine zusätzliche Möglichkeit besteht darin, Fördermittel für ein einmaliges und innovatives Projekt zu beantragen

Weiteres Vorgehen

Geeinigt hat man sich als nächsten Schritt darauf, diese zusätzliche Möglichkeit zu nützen und Fördermittel für ein Projekt zu beantragen, das eine Erhebung des Bedarfs bei Kindern, Jugendlichen und Betreibern von Jugendarbeit in Holzmaden durchführt. Ein Antrag für die Geldmittel zur Durchführung dieses Projektes wird zusammen mit dem Kreisjugendreferat, der Gemeinde und der Leitung der OJA in den kommenden Wochen erstellt.
Diese Bedarfserhebung wird dann an eine Fachkraft vergeben - entweder an eine wissenschaftliche Hilfskraft, eine Hochschule die das als Projekt durchführen wird oder an jemanden aus dem Kreise der Sozial-Pädagogen.

Die Ergebnisse sollen dann im Frühjahr vorliegen, um genügend Zeit zu haben, über diese Ergebnisse zu diskutieren - denn bis Ende Juni müsste ein Antrag für das Esslinger Modell vorliegen.

Die Möglichkeit der Förderung einer “Jugendhausähnlichen Einrichtung” wird wahrscheinlich nicht verfolgt. Dies scheint wenig erfolgversprechend, da alle verfügbaren Plätze im Landkreis schon seit Jahren fest verteilt sind.

Meine Position

Es soll weiterhin ein offenes Angebot in Holzmaden geben.

Schön wäre es, wenn sich eine Fachkraft hauptamtlich darum kümmern kann. Auch deshalb, damit Angebote möglich sind, die rein ehrenamtlich nicht oder nur schwer machbar sind - zum Beispiel Öffnungszeiten am Nachmittag.

Wichtig wäre auch die Verbindung zu einem Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit um Fort- und Weiterbildung auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu sichern, sowie einen fachlichen Ansprechpartner zu haben.

Inwieweit ein Förderverein notwendig sein wird, wird sich in den nächsten Wochen klären, wenn verschiedene Detailfragen mit dem Kreisjugendreferat und der Gemeinde geklärt werden.

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