Feinstaubalarm in Stuttgart

von Andreas Mendyk (Kommentare: 0)

Feinstaubalarm in Stuttgart

Die Stadt Stuttgart ruft regelmäßig einen Feinstaubalarm aus, zu dem sie dazu aufruft, möglichst auf das Auto und Komfort-Holzöfen zu verzichten.

Der Hintergrund ist ein Spitzenwert einer Messstation, der dazu führt, dass die Richtlinien des Umweltbundesamtes überschritten werden.

 

"Die PM10-Konzentration von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) darf im Tagesmittel nur an höchstens 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden."

Quelle: Umweltbundesamt

 

Auf der Webseite der Stadt Stuttgart kann man dazu mehr Informationen finden.

Die Messstation "Neckartor" zeigt durchaus abweichende Werte von anderen Stationen und liegt über dem Durchschnitt.
Verständlich, da diese Messstation in einem Häusereck direkt an der Strasse liegt.

Fraglich ist das schon, warum gerade diese, meiner Meinung nach nicht repräsentative Messwerte dafür sorgen sollen, dass es ein Fahrverbot geben soll.

Luftdaten.info - Privates Sensornetz

Ein gute Übersicht neben der offiziellen Seite der Stadt Stuttgart bietet die Übersicht von luftdaten.info - einem privaten Netzwerk von Feinstaubsensoren.

Da kann man sehr gut erkennen, dass die Ballungsräume nur wenig abweichen und schlicht weg die Wetterlage die treibende Kraft ist.
Sprich, wenn wie 2017 öfters eine inversive Wetterlage im Raum Stuttgart vorherrscht, dann sind die Werte über das Jahr hin einfach schlechter.
In 2018 sieht die Lage - bis jetzt - schon deutlichen unterschiedlich aus - was aber vom Wetter herkommt und nicht davon, dass weniger Leute Auto gefahren sind.

Mir kommt es so vor, dass das ganze Thema eher mehr politisch motiviert ist, als von der Sorge um die Gesundheit der Einwohner.

Stuttgart was geht? bzw. was fährt?

Die VVS, bzw. die SSB bieten vergünstigte Session- und Tages-Tickets während des Feinstaubalarms an.

Großen Firmen wie Daimler, Porsche und Bosch haben mit der VVS einen Deal, dass ihre Mitarbeiter in dieser Zeit mit dem Firmenausweis die öffentlichen Verkehrsmittel unentgeltlich nutzen können.

Die Feinstaub-Session 2017/2018 geht bis zum 15. April 2018.

 

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