social+youth

Blog

Ich kann das nicht und andere Selbstlügen

von Admin (Kommentare: 0)

Um es kurz zumachen - dieses "Geheule" geht mir echt auf die Nerven. Es mag hart klingen, es ist nichts Anderes als eine Ausrede von Menschen mit keinem oder einem kleinen Selbstbewusstsein. Denn es geht hier nicht darum, dass jemand nicht kann, sondern dass er es nicht will.

Wenn jemand wirklich etwas nicht kann, sei es weil man in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist oder keine Möglichkeit findet, redet nämlich anders. Man sagt, "Hey, ich habe es versucht und mich angestrengt, es geht nicht mehr" und nicht "ich kann das nicht". Er hat es versucht und sich angestrengt und kann jetzt abwägen, was es kosten würde - bzw. er sieht dass er an einer Grenze angekommen ist.

Wobei es genug Beispiele gibt, wo sich Menschen über diese "Grenzen" hinweggesetzt haben.

Menschen, die am ganzen Körper gelähmt sind und dann doch mit dem Mund Bilder malen, die von der Qualität nicht von "normalen" Malern zu unterscheiden sind. Oder Kletterer, die mit einem Arm Wände hochklettern, die Viele nicht mal mit einem Seil hochkommen.

Es ist offensichtlich, dass es nicht auf die Umstände und Begabung ankommt, sondern wohl auf etwas Anderes - dem Willen zu etwas.

Und das ist genau der Punkt: Wenn sagt, dass er etwas nicht kann, dann hat es meist eher damit zu tun, dass er nicht will.
Ggf. hat man die Kosten abgeschätzt und erkannt, dass es einem zu viel kostet - oder eben nicht mal das, man scheut den Aufwand.

Ehrlicher wäre also: "Ich will nicht". Dann ist jedem auch klar, woran man ist - man hat eine Entscheidung getroffen und gut.

An all dem sollte man sich zumindest mal aus der Komfort-Zone aufgemacht haben und die Möglichkeiten die das reale Leben einem bietet einmal getestet haben - sonst wird aus dem "Ich kann nicht" etwas noch Schlimmeres - aber das ist ein anderes Thema.

 


Verbesserung Fahrradwegbeschilderung in Holzmaden

von Andreas Mendyk (Kommentare: 0)

Das was ich relativ häufig beobachten kann, ist die Orientierungslosigkeit vieler Radfahrer, wenn sie von Jesingen kommend "Am Platz" vor dem MaP ankommen und nicht wissen, ob sie hoch in die Blumenstraße oder die Hauptstraße befahren sollen.

Das Schild am Pfosten am MaP hilft offensichtlich nicht, den Weg gut genug zu weisen.

Dies könnte interessante Gespräche von Fahrradfahrer im Ortskern ermöglichen, wohin man denn fahren soll oder über den Sinn des Lebens oder warum man nur durch Holzmaden fahren müsste, der andere Weg wäre doch viel besser gewesen - leider entstehen meist nur pragmatische, orientierungslose Entscheidungen bezüglich der Weiterfahrt - die Hauptstraße hinunter.

Meiner Meinung nach hilft ein Schild an dieser Entscheidungs-Stelle in Blickrichtung der Fahrradfahrer.

Mein Vorlag (siehe Foto):
Entweder ein Schild am Laternenpfahl (orange Fläche) oder eine Beschilderung an der Hecke neben dem Brunnen (blaue Fläche).


Der Wasen als Belebung des Nahverkehrs und Beziehungen

von Andreas Mendyk (Kommentare: 0)

Zweimal im Jahr kann man in der Region Stuttgart, vor allem, wenn man mit der S1 in Richtung Kirchheim-Teck unterwegs ist, ein Ereignis der besonderen Art miterleben - der Einfluss von Unwissenheit und Alkohol auf den öffentlichen Nahverkehr.

Derjenige, der S-Bahn fährt, zumindest mit den neuen Zügen, der kennt das kratzige Piepen der Türen beim Versuch sich zu schließen. Der Versuch scheitert, wenn man in die Lichtschranke tritt. Vielleicht werden die Reisenden von dem Ton und den Lichtsignale verstört oder sie verstehen die schon mehrfach wiederholte Durchsage des Zugführers nicht, der schon halb genervt, halb frustriert in das Mikro haucht, man möge doch aus den Lichtschranken treten. Fakt ist, es kann dauern, bis sich alle Türen geschlossen haben - und deutlich länger dauert die Prozedur in den Zeiten, wenn die S-Bahnen Wasen-Besucher transportieren.

Es mag ein Zufall sein - wer an Zufälle glaubt - aber es dauert länger. Wobei ein weiterer Grund auffällig ist, der, so meine Beobachtungen, mit dem Alkohol Konsum mancher bayrisch traditionell bekleideter Menschen zusammenhängt. Hier könnte ich unterbrechen und darauf eingehen, wie eine bayrische oder tiroler Tracht mit einem schwäbischen Volksfest zusammenhängen mag, das führt aber zu weit weg vom Thema. Nun, mancher dieser in der Weise bekleideter Menschen, sehr oft jüngeren Alters, meinen, dass eine S-Bahn nur eine oder zwei Türen hat. So kann es vorkommen, dass, es sind womöglich ganze Schulklassen, doch etwas länger dauert, bis die Masse an Menschen sich, wie durch ein Nadelöhr, in die S-Bahn gezwängt hat. Und jetzt, man ahnt es schon, kommen die besagten Lichtschranken wieder voll zu Geltung.

Und man kommt sich näher, Menschen begegnen sich und es entstehen zwischenmenschliche Beziehungen. Vom Zunicken zum Bestätigen einer gemeinsamen Meinung, dass der arme Fahrer der S1 am Hauptbahnhof zum 3mal sagen muss – genau – dass man doch bitte aus den Lichtschranken treten soll, zum gemeinsames Grinsen über die Form der Wodka-Pfütze die sich rhythmisch zur Bewegung des Zuges durch das Abteil bewegt oder eine Unterhaltung entsteht über Jugendliche, die in ihrem Übermut, der befreit von jeder Selbstkontrolle und Orientierung, die Gleise mit der Unterführung in Bad Cannstatt verwechseln und damit den Zug zum Verbleib im Bahnhof zwingen.

Dank der Mobilitätsgarantie der VVS entsteht auch eine gewisse Gelassenheit, da einen das Taxi bis zur Haustüre fährt – dank den Besuchern des Wasen – vorausgesetzt, sie haben eine Fahrkarte bezahlt.